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Digne Dingue D'Eau : begleittext des films

Das Wasser der spritzenden Quellen, das fliessende Wasser der Flüsse und Ströme, das sich ständig bewegende Wasser der Ozeane und Meere, das Wasser als Quelle unseres Lebens hat uns Menschen immer und überall angezogen.

" Sei es, dass er sich auf ein simples Bad beschränkt oder dass er mit dem Schwimmen beginnt, nähert sich der Mensch diesem Milieu mit dem Verhalten einer Landratte, indem er den physischen Kontakt mit dem festen Element aufrechterhält.”

" Zwischen dem 9. und 18. Juni werden 30 Kinder des Elementarkurses von Frau Raynaud, von denen nur fünf in der Lage waren, einige Meter zu schwimmen, in 2 täglichen Unterrichtsstunden einen neuen Weg des Schwimmerlernens erleben.”

Von Anfang an arbeiten wir im tiefen Wasser, die Aufgabe ist einfach: es gilt, an einer Seite hinunter- und die andere wieder hinauf zu schwimmen.

Einige Kinder setzen sich sofort in Bewegung.

Die total neue Situation bewirkt, dass Christelle unfähig ist, in die Handlung einzutreten. Mit Hilfe ihrer Knie und den Zehen informiert sie sich über die Kontinuität und die Homogenität des Raumes, in den sie eintritt, um ihn sich sensorisch einzuverleben.

Die Unterarme werden angewandt, um den Fall zu verhindern, und nicht um sich vorwärts zu bewegen.

Pierre gelingt es nicht, die Leiter zu verlassen, um von der Abstützung der Füße zur Abhängung am Beckenrand überzugehen.

Keine Ermutigung wird ihn dazu bringen, seinen Kameraden zu folgen. Mit seinem Einverständnis lässt man ihn langsam ins Wasser hinunter, in geringem Abstand zur Leiter, die er sich beeilt zu erreichen. Einmal dort angelangt, wägt er wiederholt die zurückgelegte Distanz ab, was er während der Handlung nicht machen konnte.

Im Gegensatz zu Christelle bewegt er sich mehr, indem er sich auf seine Unterarme abstützt.

Zwei Strecken haben es ihm ermöglicht, sich fortzubewegen.

Mit steifem Körper, von der Achsel bis zu den Zehen, informiert er sich durch die Berührung über die Eigenschaften und den Raum, die er durchquert, sowie über seinen Körper.

Um kostbare Zeit zu gewinnen, werden die Kinder dazu aufgefordert, ins Wasser zu gehen, ohne die Leiter zu benutzen. Es steht jedem frei, seine persönliche Art zu finden, um ins Wasser zu gelangen.

Diese neue Situation bedingt einige tastende Versuche.

" Heute hat sich die Sonne versteckt und, abgesehen von einigen kälteempfindlichen Kindern, ist die ganze Klasse im Wasser... Die Kinder haben beschlossen, eine ganze Runde im Schwimmbad zu machen... Pierre und Christelle holen nach und nach ihren Rückstand auf.“

Damit sich die beiden Hälften der Klasse kreuzen können, organisiert sich ein jeder in Bezug auf den Platz und seine Kameraden.

Ab dem zweiten Durchgang haben die Kinder Regeln aufgestellt, und eventuelle Staus können somit vermieden werden.

Und die Beine treten jetzt aktiv in die Handlung ein.

Dank des Einsatzes der Beine entfernt sich der Körper immer mehr von der Mauer. Von Bruno verfolgt, zieht Pierre aktiv mit seinen Armen und, um nicht aus dem Gleichgewicht zu geraten und um die Vertikalität seines Körpers zu erhalten, wendet er das Schema des Laufens an.

Alle neuen Arten, sich fortzubewegen, werden ermutigt.

Der Gewinn an Amplitude ist auch immer ein Kriterium für Fortschritt.

Man kann auch die Einsätze kreuzen... und sogar spielen, blind zu schwimmen

Man kann sich auch mit dem Rücken zum Beckenrand fortbewegen, mit dem Risiko, sich in einer wenig komfortablen Situation wieder zu finden.

Pierre hat sich in eine Ecke des Schwimmbades zurückgezogen, um zu üben.

Abwechselnd mit dem Gesicht oder dem Rücken zur Wand, bewegt man sich, indem man sich von der festen Welt entfernt, und man löst sich schrittweise von den Sicherheitsstützen.

Eine neue Schwierigkeit: durch einfaches Berühren den entgegenkommenden Kameraden erkennen, ein einfaches Spiel, mit dem man über den Verlust der organisierenden Rolle des Sehens das Abtauchen vorbereitet.

" Der Übergang zum langen Stab entfernt die Kinder systematisch von der Mauer, und bringt ihre Körper in ein vertikales Gleichgewicht,... ”

Der Stab an der Oberfläche des Wassers schafft eine neue Situation und drängt jedem das Aufeinanderfolgen mehrerer Rollen auf: den Stab aufrechterhalten, sich fortbewegen, dabei die andere Extremität halten. Der Zusammenhalt der Gruppe findet sich dadurch verstärkt.

Die wichtige Aktion der Beine vermitteln dem Körper ein neues Gleichgewicht, die Fortbewegung erfolgt durch die Bewegung der Arme.

Der Übergang zur Schwimmleine, die schwingt und abtaucht, verstärkt die Differenzierung der Funktionen, die Gleichgewichtsfunktion der Beine, die Fortbewegungsfunktion der Arme, sowie deren Koordination.

(Musik)

Gewähren wir uns eine kleine Pause: Die Zeit eines Spieles erlaubt es einem jeden Kind, das Inventar seiner derzeitigen Möglichkeiten zu machen, und dem Schwimmmeister, ein wenig Entspannung im Wasser zu geniessen!

" Um ein Schwimmer zu werden, ist es unerlässlich, total untertauchen zu können. Die Stange, die Wasserleine, die Nähe der Wand, alles ist Vorwand, um das Abtauchen zu üben.

Sobald diese Fähigkeit des totalen Abtauchens erworben ist, kann man den Kindern ein neues Ziel vorschlagen: in Kontakt mit dem Wassergrund zu treten.

Aus pädagogischer Sicht verlängert der Kamerad die feste Welt und erreicht das Ziel über seine eigene, aktive Rolle.

Aus psychologischer Sicht ist dies ein wichtiger Schritt: die Tiefe wird zur konkreten Realität, und der Raum erscheint nun abgerundet und begrenzt.

Nachdem der Wassergrund auf alle möglichen Arten berührt worden ist, taucht man ohne Hilfe allmählich wieder zur Wasseroberfläche auf.

Um sich total der Aktion des Wassers hingeben zu können, ist es wichtig, alle Arten von Fällen zu erleben und, durch Erfahrung, zu erfahren, dass man im Wasser nicht in die Horizontale fällt.

Wenn man sich gehenlässt, und vollkommen gestreckt bleibt, kann man solange auf dem Wasser treiben, wie man will.

Ein weiterer Schritt in der Progression ist dann erreicht, wenn das Kind sich ein exaktes Bild über seine Orientierung im Wasser machen kann. Dabei dient ihm der Wassergrund als Orientierungspunkt. Gleichzeitig die Stirn und die Nase auf die Treppenstufe zu legen zeigt die horizontale Lage des Kopfes an. Mit der Nase, die Brust und die Ellenbogen den Wassergrund zu berühren zeigt die horizontale Lage des Körpers an.

Mit der Hilfe eines Kameraden gelingen diese Stellungen sofort.

Wenn man den Nacken und den Rücken auf den Boden legt, vervollständigt sich die Information und wird präziser.

Ein neuer Schritt ist die Erfahrung, sich im tiefen Wasser gehen zu lassen, indem man absolut nichts macht.

Der Wechsel von der Rückenlage in die Bauchlage und umgekehrt zeigt neue Kapazitäten auf, sein Gleichgewicht auszuwählen. ”

Die Erfahrung, dass Wasser trägt, ermöglicht es, neue Formen des Eintritts ins Wasser zu entdecken.

Beim Sprung ins Wasser ist das Verhalten, das man im Wasser haben muss, bereits auf festem Grund und in der Luft geübt worden. Dies ist ein regelrechter Vorgriff der einzunehmenden Körperhaltung.

Die Abwesenheit jedweder Deformierungen des Körpers während und nach dem Sprung ist ein Zeichen von Erfolg.

(Musik)

Es werden alle möglichen Arten, ins Wasser einzutreten, experimentiert, und besonders diejenigen, welche die direkte Vision der Sprungstelle ausschließt.

(Musik)

Während man bisher in vertikaler Position ins Wasser eintrat, gilt es nun, sich hineinkippen zu lassen, ohne dass dabei während und sofort nach dem Eintritt ins Wasser irgendwelche aufrichtende Reaktionen auftreten.

" Bislang war die spontane überwiegende Atmungslösung, den Atem anzuhalten. Um diese Phase zu überwinden, gilt es, zahlreiche und besser angepasste Lösungen zu finden, diese ermöglichen die motorischen Fortschritte.

Dies ist zuerst die Fähigkeit, den Mund sehr weit zu öffnen, wenn der Kopf sich unter Wasser befindet….. womit der Beweis erbracht wird, falls dies noch nötig ist, daß das Wasser nicht hineinfliesst !

Danach werden alle möglichen Wege, die Luft auszuatmen, erforscht.

Dann verbindet man die fortlaufende Ausatmung mit abwechselnden Formen der Fortbewegung mit Hilfe der Beine oder der Arme, wobei sich der Kopf vollkommen unter Wasser befindet.

Für eine bessere Orientierung der Arme im Raum begründen die sukzessiven Kontakte der Finger mit dem Boden des Beckens kostbare Anhaltspunkte.

Dem Problem der wechselnden Atmung wird sich die geduldige Suche nach der Organisation der Gesten des Schwimmers in Raum und Zeit anschliessen.

Ein langsamer Rhythmus, sogar sehr langsam, wird zum quasi permanenten Ziel; aber in dieser Phase sind die Atmung und das Bewegungsvermögen noch nebeneinander gestellt: man schwimmt, ohne zu atmen, und man hört mit dem Schwimmen auf, um zu atmen.

(Austausch Lehrer/Schüler: wieviel Marie-Claude? .. 12 Bewegungen...

David wieviel... ? 15 Bewegungen)

Man muss sich bemühen, den Rumpf in eine stabile Lage zu bringen, um eine größere Genauigkeit der Bewegung der Körperglieder zu erlangen. Der Kontakt der Hände miteinander vor dem Körper, und ihr Kontakt mit den Oberschenkeln, erlauben es dem Schwimmer, den Raum besser zu organisieren und seinen eigenen Körper besser wahrzunehmen. "

Die noch zu erreichenden Fortschritte der Kinder, in ihrer Art zu schwimmen, bleiben einer besseren Integrierung ihrer Atmung untergeordnet.

Der Aufbau des Schwimmens auf dem Rücken unterliegt genau diesen gleichen Regeln.

Die Lösung, die Atmung zu blockieren, begrenzt weitgehend die durchschwommene Distanz.

Die Öffnung des Mundes, eine vollständige, regelmässige oder modulierte Ausatmung, in Zusammenhang mit regelmäßigen, weitreichenden und symmetrischen Bewegungen ermöglichen grössere Fortschritte.

Bei diesen Versuchen des Kopfsprungs scheint die Akzeptanz des fehlenden Gleichgewichtes erworben, aber es gilt noch das Problem der intensiveren, das heisst vollständigeren Impulse, zu lösen.

Wenn die Atmung der Aktion der Arme untergeordnet wird, so kann man immer längere Distanzen durchschwimmen.

" Dieses Experiment wurde mit einer rein zufällig ausgewählten Klasse von Kindern im Alter von 8 und 9 Jahren durchgeführt und beschränkte sich auf 15 Unterrichtsstunden. Die Bilder verdeutlichen das erreichte Niveau: alle Schwimmlagen scheinen nunmehr im Bereich der Kompetenz dieser Kinder...

Stimme einer Lehrerin: " Wenn man eine pädagogische Erfahrung dieser Art versucht und zudem mit problematischen Kindern, so muss man das Resultat ansehen, und dieses ist für mich überzeugend, ja sogar mehr als nur überzeugend, es ist begeisternd!”.

Wie Sie es gerade gesehen haben, erzeugen die aufgestellten Probleme eine Vielzahl von Antworten. Gesten werden nie demonstrativ vorgeführt. Sicher ahmen die Kinder Gesten nach, wir aber valorisieren in erster Linie die eigene, aktive Erfahrung. Die unterschiedlichen Aktionsarten werden miteinander verglichen von jedem einzelnen versuchsweise praktiziert, und die besten werden herausgestellt und von der Gruppe angenommen.

In seinen Interventionen bleibt der Schwimmmeister zurückhaltend, denn er weiß vor allem, dass es, OHNE EINE GENÜGENDE ANZAHL VON HANDLUNGEN, KEINE UMWANDLUNGEN GEBEN KANN. ”

 

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